Freitag, der Tag der Exkursionen:
Karlsruhe und seine Umgebung eröffnen eine Menge geophysikalische Exkursionsziele. Diese nutzen wir und bieten acht Exkursionen verschiedener Themenbereiche an:
Wir besuchen den nahegelegenen Schwarzwald, sowie die Pfalz und das Elsaß. Dort besichtigen wir ein Bergwerk, Städte, Museen und Forschungseinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen die Energiegewinnung (Geothermie, Wasserkraft, Windkraft) und Forschung (Black Forest Observatory, Forschungszentrum Karlsruhe).
Durch regionale Schmankerln möchten wir das Kennenlernen unterstützen und euch ebenso die Region Karlsruhe schmackhaft machen.
Detaillierte Beschreibungen zu den Exkursionen sind ab Januar auf dieser Seite verfügbar. Da manche Exkursionen eine begrenzte Teilnehmerzahl haben, raten wir euch zu einer frühen Anmeldung.
Diese Exkursion führt uns in den Schwarzwald, genauer gesagt ins Heubachtal bei Schiltach. Dort liegt das Black Forest Observatory, kurz BFO genannt. Dies ist das Geowissenschaftliche Gemeinschaftsobservatorium der Universität Stuttgart und des KIT. Tief im Berg, in einem alten Silber- und Kobaltbergwerk stehen dort hochempfindliche Messgeräte zur breitbandigen Registrierung und Analyse der Schwingungen und Deformationen des Erdkörpers weitab von anthropogenen Störquellen.
Nach einer Führung durch das BFO und einem typischen Schwarzwälder Essen führt uns unsere Rückfahrt über die Schwarzwaldhochstraße zum 'Lotharpfad'. Dort kann man exemplarisch sehen, welche Schäden das Orkantief Lothar am 2. Weihnachtsfeiertag 1999 im Schwarzwald angerichtet hat. Dieses Waldstück wurde so belassen, wie es der Orkan Lothar zugerichtet hat. Unter fachkundiger Führung lässt sich hier begutachten, welchen Einfluss der Orkan auf die Tier- und Pflanzenwelt im Schwarzwald hatte und bis heute hat.
*** Bitte feste Schuhe und grubentaugliche Kleidung mitbringen.
Soultz-sous-Forêts ist ein seit 1987 existierendes europäisches HDR (HotDry-Rock) – Projekt. Es liegt im westlichen Rheingraben, nahe Hagenau. Aktuell produziert das Kraftwerk 6 MWe aus zwei Förderbohrungen, die bis in eine Tiefe von 5.000 m reichen und aus einer ebenso tiefen Injektionsbohrung gespeist werden. In dieser Tiefe fand man hier Temperaturen von über 200°C. Nach einer Führung durch das Geothermiewerk ist unsere nächste Station das Erdölmuseum in Pechelbronn. Hier erfahren wir etwas über die Herkunft des Erdöls, die Geologie des Rheingrabens, den Abbau des Erdölsandes in den Gruben, die Erdölförderung durch Bohren und Pumpen und das Raffinieren.
Straßburg ist die Hauptstadt des Elsass und liegt an der Ill, einem Nebenfluss des Rheins. Sie ist neben ihrer gut erhaltenen historischen Altstadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO ausgezeichnet wurde, auch bekannt als Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen. Eine davon ist das Europaparlament.
Ein Stadtführer wird uns durch die Altstadt führen und uns eine Auswahl der interessantesten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten zeigen. Darunter befindet sich zum Beispiel das Straßburger Münster. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und berühmt für die astronomische Uhr, die Statuen und die außergewöhnlichen Kirchenfenster. Anschließend werden wir traditionell elsässischen Flammkuchen essen.
*** Bitte bringt euren Personalausweis mit.
Speyer gehört zu den ältesten Städten Deuschlands. Der Kaiserdom zu Speyer wurde 1981 als das bedeutendste und größte romanische Bauwerk Europas in die Liste der UNESCO–Weltkulturgüter aufgenommen. Unter Konrad II. wurde 1030 der Grundstein gelegt und 1061 die Domkirche geweiht.
Als weiterer Programmpunkt wird das Technikmuseum in Speyer besucht. Es präsentiert auf einer Hallenfläche von 15.000 m² und 100.000 m² Freigelände eine große Anzahl zum Teil besonderer technischer Konstruktionen aus dem Fahrzeug- und Flugzeugbau. Zu den Hauptattraktionen gehören unter anderem das größte in Serie gebaute propellergetriebene Flugzeug der Welt, die Antonow An-22, das U-Boot U9 der Deutschen Marine und eine Boeing 747-230 D-ABYM der Lufthansa, deren Tragfläche begehbar ist.
Diese Exkursion führt uns zum Rheinkraftwerk Iffezheim. Die durchschnittliche Jahresproduktion des Werks von 740 Mio. kWh entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von circa 465.000 Menschen. Ebenso wurde im Juni 2000 einer der größten Fischpässe Europas in Betrieb genommen. Der 300 Meter lange Fischpass ermöglicht den Fischen die Wanderung flussaufwärts über die Staustufe. Nach einer Führung durch diese Anlage werden wir den Tag auf einem nahegelegenen Weingut ausklingen lassen. 'Badischer Wein – von der Sonne verwöhnt' lautet der Slogan. Auf dem Weingut werden wir erfahren, was den badischen Wein so besonders macht.
Direkt vor Karlsruhe liegt der schöne Schwarzwald mit seinen unzähligen Bäumen und Bergen. Was liegt also näher als diese herrliche Landschaft bei einer Wanderung und einer kleinen Kletterpartie zu erkunden. Der Karlsruher Grat ist ein interessanter Klettersteig für geübte Wanderer. Die Felsen, die den Grat bilden, bestehen aus Quarzporphyr, der vor rund 250 Millionen Jahren durch Erkaltung einer Magma-Füllung einer 4 km langen und 750 Meter breiten Gesteinsspalte entstanden ist. Im Ganzen ist der Klettersteig als leicht einzustufen. Klettergurte und Seilsicherung sind nicht notwendig. Am Anfang laufen wir an hohen Wasserfällen des Edelfrauengrabs vorbei. Während wir stetig an Höhe gewinnen, werden wir einen herrlichen Fernblick auf das Elsass und die Vogesen haben. Auf dem Bosenstein werden wir gemütlich Grillen bzw. ein Picknick genießen. Die Gesamtstrecke ist ca. 12 km lang (Wanderzeit 5h).
***Bitte bringt festes Schuhwerk und Regenkleidung mit.
Wir wollen mit euch eine mehrstündige Erlebnisführung durch die Grube Wenzel machen, bei der ihr mit allem ausgerüstet werdet, was einen Bergmann so ausmacht. Die Grube Wenzel liegt im Kinzigtal in der Nähe von Oberwolfach und ist eine der Bedeutendsten im schönen Schwarzwald. Ihr werdet vor Ort mit Stiefeln, Jacken und Kopflampen ausgestattet und los geht's in die Tiefen der Stollen des stillgelegten Silberbergwerkes!
Bevor es jedoch untertage geht, wollen wir mit euch noch eine Windkraftanlage besichtigen. Ihr werdet bis zu den Rotorblättern hinaufklettern können, werdet in die Funktionsweise eingeführt und könnt eine Aussicht genießen, die man nicht so oft zu sehen bekommt!
Das Forschungszentrum Karlsruhe (Campus Nord), gegründet 1956 war lange Zeit als Kernforschungszentrum Karlsruhe bekannt. Mit dem beginnenden Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland, richteten sich die Aufgaben vermehrt auf andere Gebiete wie Fusionstechnologie, Umwelttechnik und physikalische Grundlagenforschung. Dieser Wandel drückt sich in der Änderung des Namens von Kernforschungszentrum Karlsruhe in Forschungszentrum Karlsruhe aus. Heute kann man viele wichtige technische Einrichtungen und Experimentieranlagen besuchen. Zur Messung der Masse des Neutrinos mittels eines Tritium-Neutrino-Experiments (KATRIN) wurde im November 2006 ein 200 Tonnen schweres Spektrometer in Karlsruhe installiert. Der Transport des Gerätes führte über eine Strecke von 8.800 Kilometer. Obwohl der Hersteller nur etwa 220 Kilometer Luftlinie entfernt liegt, war dieser Weg aufgrund von Brücken nicht möglich gewesen. Danach besucht ihr noch die Hoepfner Brauerei, welche die größte Privatbrauerei in Raum Karlsruhe ist. Das besondere an der Brauerei ist, dass sie in einer Burg, der sogenannten Hoepfner-Burg braut. Das Bier wurde schon für seinen sehr wohlschmeckenden Geschmack mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
***Bitte bringt für das FZK euren Personalausweis mit.
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